Nacht ohne Dach

Meine Bilder (Foto: Monika DiBenedetto)
Wir freuen uns sehr, dass wir mit den JuKi’s vom 14. – 15. Mai 2022 in Kartonhäusern auf dem Dorfplatz in Bassersdorf übernachten.
Wie es dazu kommt? Das Projekt ist von Tearfund und heisst „Nacht ohne Dach – ein Programm, das dir den Schlaf raubt“. Die Spenden sind für die Begleitung von Familien im Slum Huaycan in Peru.

Natürlich lässt sich das Gefühl nur erahnen, wie es sich für die Menschen anfühlt, welche immer so leben müssen. Dennoch möchten wir diese Erfahrung mit den Jugendlichen für eine Nacht nachahmen und sie zusätzlich auf das Thema „Gerechtigkeit und Armut“ aufmerksam machen.

Die Jugendlichen suchen im Vorfeld Sponsoren für Ihre Übernachtung im Kartonhaus. Dies kann mit Verzichterklärungen wie z. B. auf Süsses, Handy etc. noch verstärkt werden.

Ab 15 Uhr starten wir mit Verkauf alkoholfreien Cocktails, Kuchen und Snacks. Im Laufe des Abends beginnen wir mit dem Bau der Behausungen, in welchen die Jugendlichen dann schlafen werden.

Wir sind seit anfangs Januar eine fusionierte Kirchgemeinde und daher sind Jugendliche aus Brütten, Lindau, Bassersdorf und Nürensdorf mit dabei.

Es sind alle ganz herzlich eingeladen, uns am Samstag, 14. Mai 2022 auf dem Dorfplatz in Bassersdorf zu besuchen!

Andrea Schegg, Jugendarbeiterin


Das Projekt
Im Umkreis der peruanischen Hauptstadt Lima wachsen die Armenviertel. Je weiter an der Peripherie dieser Gegenden man wohnt, desto armseliger ist das Leben. Für Familien sind die Herausforderungen riesig. Entweder arbeiten die Eltern den ganzen Tag in der Stadt oder sie resignieren und verfallen dem Alkohol. In beiden Fällen sind die Kinder auf sich alleine gestellt und die Gefahr ist gross, dass sie sich kriminellen Banden anschliessen.

Projektziele
Gefährdete Kinder erhalten eine ganzheitliche Betreuung. Sie werden von der Strasse geholt oder davor bewahrt, in Drogensucht und Kriminalität abzurutschen. Sie werden seelsorgerlich und psychologisch betreut, Familien werden gestärkt.
Zudem werden Eltern, Lehrpersonen, Amtsträger, Pastoren und Beamte für die vielfältigen Probleme in diesem Gebiet sensibilisiert, insbesondere die Gefahren der Bandenbildung oder von häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch.

Arbeitsweise
Agape begleitet und unterstützt Familien in Huaycan auf vielfältige Weise. Von grosser Bedeutung ist die Betreuung der Kinder während der Abwesenheit der Eltern in Kindertagesstätten und Teenager-Gruppen.

Neu fördert das Projekt die Integration von Kindern und Jugendlichen in Sportclubs und kulturellen Angeboten. Dabei kommen auch neue Sportarten wie z.B. Unihockey zum Zuge. In allen Arbeitszweigen werden die Jugendlichen auf ihre Rechte und Pflichten hingewiesen. Die Eltern werden mit einbezogen.

Wesentlich bei dieser Arbeit ist die Mitarbeit von Kirchen und Freiwilligen. Die Familien werden durch die freiwilligen Mitarbeitenden besucht, gemeinsam werden die dringendsten Probleme identifiziert und entsprechend dem Bedarf erfolgt gezielte Unterstützung.

Quelle: » Tearfund.ch